BEST IN THE ALPS 2030- Das Förderprogramm für den Führer:innen Nachwuchs
- Stefan Brunner

- 18. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Feb.
Best in the Alps 2030
Ein starkes Zukunftsprogramm für unsere Bergführer:innen in Oberösterreich
Mit dem neuen Qualifizierungsprogramm „Best in the Alps 2030“ setzt Bergsport Oberösterreich ein klares Zeichen für Qualität, Zukunftsorientierung und nachhaltige Nachwuchsförderung im Bergführerwesen.
Unser Ziel ist es, angehende Berg- und Skiführer:innen von der ersten Interessensphase bis weit über den Ausbildungsabschluss hinaus strukturiert zu begleiten, gezielt zu fördern und langfristig an den Verband zu binden.
„Best in the Alps 2030“ steht für Exzellenz – fachlich, menschlich und organisatorisch.
Warum dieses Programm?
Die Anforderungen an das Berufsbild der Bergführerin und des Bergführers verändern sich stetig. Neben höchster technischer Kompetenz sind heute auch Leadership, mentale Stärke, Sicherheitsstandards, Nachhaltigkeit und unternehmerisches Denken entscheidend.
Mit „Best in the Alps 2030“ reagieren wir aktiv auf diese Entwicklungen. Das Programm verbindet:
moderne, praxisnahe Ausbildungsbausteine
gezielte Nachwuchsförderung
Mentoring durch erfahrene Kolleg:innen
regionale Profilbildung für Oberösterreich
nachhaltige Zukunftsausrichtung

Das Vierphasenmodell – Begleitung von Anfang an
Das Programm ist in vier aufeinander aufbauende Phasen gegliedert.
Phase 1: Einstieg & Ansprache – Potenziale früh erkennen
Bereits vor der Aufnahmeprüfung setzen wir an. Ziel ist es, interessierte junge Alpinist:innen frühzeitig zu erreichen – insbesondere aus alpinen Vereinen, Bergrettungsorganisationen oder Nachwuchsnetzwerken.
Geplante Maßnahmen:
gezielte Direktansprache über bestehende Strukturen
Kooperationen mit Kletterhallen und Ausbildungsstätten
Social-Media-Kampagnen
Informations- und Vorqualifizierungsangebote
individuelle „Gap-Analysen“ zur optimalen Prüfungsvorbereitung
Damit schaffen wir eine solide Basis und begleiten Bewerber:innen strukturiert auf ihrem Weg zur Aufnahmeprüfung.
Phase 2: Weiterqualifizierung & Recall-Unterstützung
Nicht jede Aufnahmeprüfung verläuft auf Anhieb erfolgreich – und genau hier setzt Phase 2 an.
Bewerber:innen, die bereits angetreten sind oder sich auf einzelne Prüfungsteile vorbereiten, erhalten gezielte Unterstützung:
individuelle Analyse von Entwicklungsfeldern
spezifische Vorbereitungsformate
technische und sicherheitsrelevante Vertiefung
mentale Begleitung
Ziel ist es, qualifizierte Kandidat:innen nicht zu verlieren, sondern ihre Erfolgschancen nachhaltig zu erhöhen.
Phase 3: Begleitung während der Ausbildung
Während der laufenden Ausbildung rückt die persönliche und fachliche Entwicklung in den Mittelpunkt.
Kernpunkte dieser Phase:
kontinuierliche Begleitung durch Mentor:innen
Verzahnung von Kursen und Mentoring
Unterstützung bei technischen, organisatorischen und mentalen Herausforderungen
Einführung in regionalspezifische Anforderungen Oberösterreichs
Ergänzend wird im Rahmen des CHANGE/PERSPECTIVES-Projekts ein zukünftiges Anforderungsprofil für oberösterreichische Bergführer:innen entwickelt, das strategisch in die Ausbildung integriert wird.
Phase 4: Berufseinstieg, Spezialisierung & nachhaltige Entwicklung
Nach Abschluss der Ausbildung endet die Begleitung nicht.
Phase 4 unterstützt junge Bergführer:innen beim Berufseinstieg und bei der Profilbildung durch:
Regionale und internationale Spezialisierung
Führungskompetenz in klassischen alpinen Regionen
Erweiterung der Gebietskenntnisse
internationale Perspektiven
Kaufmännische Kompetenz
Grundlagen der Selbstständigkeit
Angebotskalkulation
Veranstaltungsorganisation
Einblicke in Verbandsstrukturen
Nachhaltigkeit als Zukunftsauftrag
ressourcenschonende Tourenplanung
ökologische Sensibilisierung
nachhaltige Standards im Bergsport
Damit begleiten wir unsere Mitglieder nicht nur bis zur Prüfung, sondern in eine langfristig erfolgreiche Berufslaufbahn.

Anreize und Fördermaßnahmen
Um Talente gezielt zu gewinnen und zu halten, werden zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen entwickelt:
finanzielle Entlastung bei Kurskosten
Unterstützung bei der Ausbildungsfinanzierung
Materialsponsoring nach bestandenen Prüfungen
persönliche Mentoring-Strukturen
frühzeitige Integration in die Verbandsidentität
So stärken wir nicht nur einzelne Personen, sondern die Zukunft unseres gesamten Verbandes.
Die nächsten Schritte
In den kommenden Wochen stehen folgende Maßnahmen an:
Analyse bestehender Fördermodelle anderer Landesverbände
Interne Kurskalkulation und Finanzierungsplanung
Kommunikations- und Stakeholderstrategie
Erste Pilotmaßnahmen zur unmittelbaren Unterstützung
Damit schaffen wir eine tragfähige Struktur – inhaltlich wie wirtschaftlich.
Gemeinsam Richtung 2030
„Best in the Alps 2030“ ist mehr als ein Ausbildungsprogramm. Es ist ein strategisches Zukunftsprojekt für Bergsport Oberösterreich in allen 4 Bereichen.
Es geht um Qualität.
Es geht um Verantwortung.
Es geht um nachhaltige Entwicklung.
Und vor allem: Es geht um unsere Mitglieder und die nächste Generation von Bergführer:innen.
Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg.
Stefan Brunner
Hati Finsterer
Herbert Wolf
Heli Steinmassl


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